Eine Gehorsamsschule für das Personal künftiger Diktaturen

Richard David Precht über die Pflicht des braven Staatsbürgers

Das am 21. 6. 2021 auf SRF Kultur gesendete Gespräch zwischen dem TV-Moderator Richard David Precht und und der Journalistin Barbara Bleisch ist so ziemlich das Ärgste, was ich in letzter Zeit gesehen habe. Die von mir sonst so geschätzte Barbara Bleisch tritt intellektuell völlig unbewaffnet gegen die Untertanenpropaganda eines ewig gestrigen “Der Staat ist alles, du bist nichts”-Kollektivisten und Krypto-Kommunisten auf, der zwar genau weiß, wie wenig gefährlich Corona eigentlich ist (nämlich ähnlich gefährlich wie eine Grippe, nach seiner Aussage im Frühjahr 2020) und auch richtig festgestellt hat (im Sommer 2020), dass die Politik überreagiert hat, aber trotzdem mit einer hohlen, sich angesichts der horrenden Nebenfolgen der Maßnahmen selbst ins Knie schießenden Solidaritätsrhetorik an den blinden Gehorsam des braven Staatsbürgers appelliert, der gefälligst seine “Pflicht” (was Mächtigere ihm aufzwingen, so widersinnig und bar jeder wissenschaftlichen Begründung es auch daherkommen mag) zu erfüllen habe, will er weiterhin in den Genuss der Almosen des “Fürsorge- und Vorsorgestaates” (wodurch auch immer der seinen Namen verdient) kommen. Auch nach zahlreichen Enthüllungen, die bestätigen, dass alle Krisen-Prämissen kollabieren und die Lockdown-Politik auf Sand gebaut ist (Intensivbettenlüge, PCR-Test-Lüge, Maskenskandale, Testzentren-Skandale, Übersterblichkeit usw.), hält Precht an seiner Gehorsamsschule für das Personal künftiger Diktaturen fest - angesichts des einzige Erziehung zur Unmündigkeit. Nicht nur Adorno, Erich Fromm und Arno Gruen, sondern auch Ralf Dahrendorf, Karl Raimund Popper und Hannah Arendt rotieren im Grab. 

Zum ersten Mal bin ich froh darüber, kein Schweizer zu sein, weil ich mir sonst vorwerfen würde, dass ich meinen eigenen Gang in die Knechtschaft mitfinanziere. 

Julien Bendas Wort vom “Verrat der Intellektuellen” wird ein weiteres Mal wahr.